Informationen über Kinderpatenschaften
  Anja
 

Pateninterview

mit Anja

 

 

Wenn Sie sich bitte zunächst selbst kurz vorstellen würden.

Anja

 

Wie kamen Sie auf den Gedanken eine Patenschaft zu übernehmen?

Das war bereits 1992. Ich lebte in Frankreich und erhielt einen Werbeprospekt der französischen Organisation Aide et Action. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch gar nicht, dass es diese Möglichkeit der Spende gibt.

 

Wann haben Sie die erste Patenschaft übernommen?

1992 habe ich die erste Patenschaft für einen Jungen aus Mombai/Indien übernommen, der leider schon wenige Monate später verzog. Dann kam ein Junge aus dem Niger und schließlich ein Mädchen aus Indien. Sie war über mehr als 6 Jahre mein Patenkind und schrieb wunderschöne Briefe. All diese Kinder wurden mir von der französichen Organisation Aide et Action vermittelt. Vielleicht ist es auch interessant zu erfahren, dass bei dieser Organisation die Kinder 3x im Jahr schreiben und dies über die Schule organisiert wird. Jedem Brief ist ein ausführlicher Bericht über Motivation und Schulerfolg, manchmal auch kleinen Begebenheiten beigefügt, die von den Lehrern verfasst werden.

 

Wie viele Patenkinder unterstützen Sie derzeit?

8 Kinder

 

Wo leben Ihre Patenkinder? Gab es bestimmte Gründe diese Länder zu wählen?

Vietnam, Bolivien, Peru, Indien, Guatemala, 2x Kenia, Georgien

 

die Gründe sind unterschiedlich, ich wünschte Kinder aus Lateinamerika, weil ich selbst spanisch lerne, aus Kenia, weil ich soviel Gutes von der Organisation hörte (Harambee Deutschland, die nur dort Patenkinder vermittelt), aus Georgien weil ich auch ein Patenkind aus einem uns nicht so fremden Kulturkreis unterstützen wollte, aus Vietnam, weil wir selbst eine Vietnamesin in der Familie haben, aus Indien, weil mich das Land fasziniert und ich meiner ersten Organisation Aide et Action treu bleiben wollte.

 

Möchten Sie mir die Namen Ihrer Patenkinder verraten?*

Lai, Lilibes, Anabel, Radika, Estefani, Mwanasha, Salim, Lana

 

Über welche Organisationen laufen Ihre Patenschaften?

World Vision, Aide et Action, Plan, Harambee Deutschland, deutsche humanitäre Stiftung

 

 

 

 

Um welche Art Patenschaften handelt es sich (Schulpatenschaft, persönliche Patenschaft, Studienpatenschaft, Ausbildungspatenschaft, Projektpatenschaft, Briefpatenschaft etc.)?

Schulpatenschaft und persönliche Patenschaften

 

Haben Sie Ihre Patenkinder selbst ausgewählt oder haben Sie die Entscheidung der jeweiligen Organisation überlassen?

Beides

 

Besteht seitens der Organisation die Möglichkeit, eine Teilpatenschaft zu übernehmen?

Ja, über die deutsche humanitäre Stiftung kann das Patenkind auch zwei Paten haben, jedoch nicht mehr

 

Erhalten Sie seitens der Organisationen regelmäßige Informationen über Ihre Patenkinder?

Ja, meist 1x im Jahr, bei Harambee und Aide et Action öfters.

 

Schreiben Sie Ihren Patenkindern regelmäßig?*

Ja, ich schreibe viel und sehr gerne

 

Bekommen Sie regelmäßig Post von Ihren Patenkindern?

Ja

 

Hatten Sie schon einmal die Möglichkeit mit einem Patenkind per E-Mail oder Telefon zu kommunizieren?*

Nein

 

Wissen Ihre Patenkinder voneinander? Und wie war die Reaktion darauf?*

Nein

 

Haben Sie schon einmal ein Patenkind besucht? Was haben Sie erlebt und wie war das für beide Seiten?* Nein, ich hoffe, dass ich das jedoch noch verwirklichen kann

 

Gab es einen herausragenden Moment in einer Ihrer Patenschaften?*

Nun, jeder Patenschaftsbeginn und jedes Patenschaftsende ist für mich schon ein herausragender Moment, wobei ich Ersteren als sehr viel angenehmer empfinde. Es tut immer weh, den Kindern Lebewohl zu schreiben und ich hätte immer gerne gewusst, ob meine Unterstützung und die Arbeit der Organisation dem Kind wirklich neue Lebensperspektiven öffnet.

Auch jeder Brief der mich erreicht erfüllt mich mit großer Freude und ist etwas Besonderes.

 

 

 

 

 

 

Wie hat Ihr persönliches Umfeld (Familie, Freunde) auf die Übernahme der Patenschaft reagiert?

Zunächst zustimmend, verständnisvoll, ab der 4 oder 5 Patenschaft stellte sich mein Umfeld denn doch die Frage, ob ich da nicht ein bisschen übertreibe. Würde ich jetzt noch eine Patenschaft übernehmen, würden sie es mit der Angst zu tun bekommen, (mach ich aber nicht, seufz)

 

 

Haben Sie Kontakt zu anderen Paten Ihrer Organisation und wird dieser Austausch durch die Organisation gefördert?

Gefördert wird er ganz intensiv durch Harambee Deutschland (Forum!), doch auch mit Paten anderer Organisationen gibt es Kontakt (dank dem Forum Patenwelt)

 

Sind Sie mit den Organisationen, wo Sie Ihre Patenschaften übernommen haben, zufrieden?

Ja

 

Würden Sie diese Organisationen weiterempfehlen?

Ja! ,... bei Plan vielleicht ein bisschen zögerlicher als bei den anderen, da die Laufzeiten der Briefe ausgesprochen lang sind (obwohl ich meine Briefe auf englisch schreibe und die Übersetzung somit enfällt), ansonsten bin ich aber auch dort zufrieden. Dennoch würde ich kleinere Organisationen eher empfehlen, es ist einfach persönlicher dort.

 

Wie ist der Kontakt zu den Organisationen, wenn Sie Fragen haben?

Einwandfrei

 

Falls Sie vorher schon einmal Patenschaften hatten: Haben Sie noch Kontakt zu einem ehemaligen Patenkind?

Nein, leider!

 

Wie lange besteht / bestand die längste Patenschaft?*

6-7 Jahre

 

Haben Sie schon einmal eine Patenschaft aufgeben müssen?*

Nein, da müsste es auch schon ganz Dicke kommen.

 

Sind Sie für eine Patenschaftsorganisation hauptberuflich / ehrenamtlich tätig?*

Nein, bisher noch nicht, ich könnte es mir aber durchaus vorstellen. Bei Plan habe ich mich einmal angeboten, sie als Übersetzerin zu unterstützen, doch sie meinten, sie hätten  derzeit genug Helfer.

 

 

 

 

 

 

Hat die Übernahme der Patenschaften etwas in Ihrem Leben verändert?*

 

Ja, es gibt mir ein ausgesprochen gutes Gefühl, dass ich nicht nur selbst von dem großen Glück profitiere, in einem reichen Land leben zu dürfen. Ich bin überzeugt davon, dass nur eine gute Schulbildung den Menschen dort einen Weg aus der Armut bieten kann und bin froh, einen Teil dazu beizusteuern. Das erfüllt mich. Wenn es mir die Zeit erlaubt, möchte ich mich auch ehrenamtlich betätigen.

 

Weiter haben mir die Patenschaften erlaubt, vieles aus anderer Sicht zu sehen und somit auch den Horizont zu erweitern. Wohlstand ist nicht selbstverständlich, unsere Lebensweise, Auffassungen, sind nicht selbstverständlich und auch wir können von unseren Patenkindern und deren Familien einiges lernen. So sagte mir auch eine brasilianische Erzieherin, die hier, wie ich, in einem Kindergarten arbeitet.

„Ich verstehe das nicht, bei uns sind die Kinder immer so fröhlich, aufgeweckt und einfallsreich, dabei sind sie so arm. Hier haben die Kinder alles und dennoch gibt es so viele, die ewig unzufrieden sind und ständig nörgeln oder sich langweilen.“ Auch das hat mir sehr zu denken gegeben.

 

Befassen Sie sich mit dem Land / der Kultur Ihrer Patenkinder?*

Ja, ich suche Informationen über die Länder aus denen meine Patenkinder stammen.

 

Was wünschen Sie Ihren Patenkindern für die Zukunft?

Erfolg in der Schule, liebe Menschen, die es umgeben, Gesundheit, Kraft, Motivation, Selbstvertrauen und eine Portion Glück, um ein glückliches Leben zu führen.

 

 Vielen Dank für dieses Interview sagt Antje von www.patenkinderinfo.de.tl

 

 

 
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