Informationen über Kinderpatenschaften
  Mexiko
 

Todos los seres humanos nacen libres e iguales en dignidad y derechos y, dotados como están de razón y conciencia, deben comportarse fraternalmente los unos con los otros.

(Spanisch)

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen. (Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

                                               

Fernando aus Mexiko    

Im August 2005 habe ich über die Deutsche Humanitäre Stiftung die Patenschaft für den damals sechsjährigen Fernando übernommen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er mit seiner Mutter und sechs Geschwistern in Tonatico, einer Stadt südwestlich von Mexiko City. Im Jahr 2007 ist die Familie von ihrem kleinen Holzhaus in ein Steinhaus gezogen. Dieses neue Haus hatte leider keine Fenster und Türen, sondern nur Seitenwände und ein notdürftiges Dach, welches vom alten Haus mitgenommen wurde. Aus dem Jahresbericht 2009 erfuhr ich, dass Fernandos Mutter vor zwei Jahren (also kurz vor oder nach dem letzten Jahresbericht) verstorben ist und er und seine Geschwister nun beim Vater und der Stiefmutter wohnen. Die Stiefmutter hat sieben Kinder. Von Fernando erhielt ich in 2011 wieder sehr schöne selbst geschriebene Briefe. Die Stiftung feierte im August 2011 ihr 20-jähriges Jubiläum zu dem es eine große Feier, auch mit Kindern aus den Projekten, gab. Auch in 2012 habe ich wieder Post und Fotos von Fernando erhalten. Die familiäre Situaton ist unverändert. Im Schuljahr 2012/ 2013 ist Fernando jetzt in der siebten Klasse. Er ist nun 14 Jahre alt. Auf Anfrage bei der DHS erfuhr ich, dass Fernando im Schuljahr 2013/2014 die zweite Klasse der Mittelschule (8. Klasse) besucht. Seine schulischen Leistungen sind konstant geblieben. Auch erhielt ich einen Brief von Fernando zu Ostern und weitere schöne Fotos von ihm und seiner Familie. Bald wird Fernando seinen 16. Geburtstag feiern! Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Nachdem ich im Jahr 2015 gar nichts von Fernando gehört habe (kein Brief, keine Nachricht), habe ich bei der DHS angefragt, ob alles ok sei. Mir wurde daraufhin mitgeteilt, dass Fernando die Schule verlassen möchte um zu Arbeiten. Ihm wurde daraufhin noch eine bestimmte Zeit gegeben um abzuwarten, ob er sich nochmals umentscheidet. Im Mai 2016 kam jedoch die Bestätigung, dass er das Projekt verlassen hat um in Mexiko-Stadt zu arbeiten. Er ist jetzt 17 Jahre alt und weit weg von seiner Familie. Er wollte dies jedoch so und hält momentan nicht wirklich Kontakt zu seiner Familie. Er muss sich jetzt wohl erstmal selbst finden. Ich habe das OK gegeben, dass er meine E-Mail-Adresse erhalten darf. Wer weiß, vielleicht meldet er sich ja eines fernen Tages mal bei mir. Das würde mich sehr freuen. Ich wünsche ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg und werde ihn vermissen.
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Durch die Patenschaft wird es Fernando ermöglicht zur Schule zu gehen und seine Familie wird mit Lebensmitteln und anderen Dingen, die sie zum Leben braucht, versorgt. Die Lebensmittel-, Hygiene- und Sonderhilfen werden gegen Unterschrift an die Familien ausgegeben. Meistens sind es die Kinder, die unterschreiben, da sie die einzigen in der Familie sind, die dies können. Wer in das Projekt "Schule statt Feldarbeit" aufgenommen wird, entscheiden die Helfer vor Ort in Absprache mit dem zuständigen Sozialamt.

Da es in Tonatico auch Kinderarbeit gibt, bin ich froh meinen Teil dazu beizutragen Fernando vor diesem Schicksal zu bewahren. Die Kinder, die nicht zur Schule gehen können, versuchen ihr Glück oft in den Großstädten, wo sie dann irgendwann auf der Straße leben.  Der regelmäßige Schulbesuch der Patenkinder wird durch die Stiftung kontrolliert und bei Bedarf finden auch Gespräche mit den Lehrern statt.  Die Mitarbeiter der Stiftung fliegen auch mehrmals im Jahr nach Mexiko und kontrollieren das Projekt. Hier bei werden auch gerne Briefe für die Patenkinder mitgenommen, da man über den "normalen" Postweg nicht immer sicher sein kann, dass die Post auch ankommt. Auch die Briefe der Patenkinder werden von den Helfern nach Deutschland mitgebracht und nach ihrer Rückkehr an die Paten verschickt. Geschenke sollte man im Rahmen der Gleichbehandlung der Kinder nicht schicken. Es ist aber möglich, eine freiwillige Sonderspende zum Geburtstag und/oder zu Weihnachten zu leisten. Seit Ende  des Jahres 2007 gibt es einen Online-Shop der sich zunächst in der Testphase für das Projekt in Bulgarien befand. Nun soll der Shop bald (Mitte 2009) für alle Projekte angeboten werden. Man kann dann dort etwas für sein Patenkind aussuchen und bestellen. In der Testphase des Shops wurden die Kosten für den Verwaltungsaufwand mit einer Pauschale abgegolten und waren daher in Relation zu "kleineren" Geschenken recht hoch. Auch ein Foto von der Geschenkübergabe musste extra bezahlt werden.  

Ich möchte hier aus verschiedenen Gründen kein Foto von Fernando zeigen. Zum einen ist der Kinderschutz für Patenschaften in Mexiko über die Stiftung streng geregelt (es hat wohl schon Vorfälle gegeben, die dies nötig machten) und zum anderen habe ich für Fernando eine Teilpatenschaft übernommen. Das heißt, er hat außer mir noch zwei andere Paten, die ich nicht kenne und von denen ich also nicht weiß, ob es ihnen recht wäre, wenn ich hier ein Bild zeige. Und natürlich weiß ich auch von Fernando und seiner Familie nicht, was sie davon halten würden. Wer aber Bilder aus dem Projekt "Schule statt Feldarbeit" sehen möchte und interessiert ist, einen Besuchsbericht eines Paten (aus dem Jahr 2006)  zu lesen, kann hier klicken.  Weitere Bilder der Patenreise 2006 finden Sie hier.

sind ein paar Eindrücke der Reise in das Projekt aus dem Jahr 2004 zu finden.


 

Der Jahresbericht der Stiftung kommt für gewöhnlich im Frühjahr oder Herbst und bis jetzt habe ich dazu auch immer eine DVD mit Bildern und kleinen Filmen aus den Projekten erhalten. So bekommt man eine genauere Vorstellung vom Leben vor Ort. Im November 2008 erhielt ich die Jahres-CD 2007. Meiner Meinung nach ist sie die beste CD von allen, die ich bisher bekam. Sie ist sehr professionell gemacht und enthält sehr schöne Videos aus den Projekten in Mexiko, Togo und Bulgarien. Auch Fernando konnte ich in einem Video "in Aktion" sehen. Bisher war aber jede CD (2004 bis 2007) liebevoll zusammengestellt und absolut sehenswert. Der Jahresbericht 2008 kam im August 2009, eine CD für 2008 sowie 2009 zusammen sollte es Anfang 2010 geben. Im September 2010 erhielt ich dann den Jahresbericht für 2009 sowie die CD der Jahre 2008+2009. Auf der CD habe ich dann auch wieder ein Foto von Fernando und ein Foto seinem Bruder entdeckt. Auch 2011 erhielt ich Mitte des Jahres den Rechenschaftsbericht der Stiftung für 2010. Eine CD war diesmal nicht dabei.  In 2014 kam der Rechenschaftsbericht im Herbst und brachte wieder eine DVD mit einem tollen Film über die Projekte.

Von 2007 bis 2010 gab es einen Zugang zur internen Homepage für Paten und Mitglieder. Dort konnte man Fotos aus allen Projekten von Anfang an bis heute sehen. Nach Reisen in die Projekte wurde manchmal auch Fotos eingestellt. Wenn man Glück hatte, entdeckte man darauf auch das eigene Patenkind (die letzte Aktualisierung erfolgte allerdings im Oktober 2007).  

Zudem gab es im internen Bereich auch die jeweils aktuellen Einzelfotos des eigenen Patenkindes zu sehen, die Aktualisierung erfolgte allerdings unregelmäßig. Aus 2008 waren dort keine Fotos zu sehen gewesen. Mit der Weihnachtspost 2008 kam aber ein kleines gedrucktes neues Foto und auch der Osterpost 2009 lag ein neues schönes Foto bei. Aus 2009 waren im internen Homepagebereich im Mai 2009 wieder Fotos eingestellt worden. Bislang habe ich meistens immer zusammen  mit der Post von Fernando neue Fotos erhalten, was mich immer freut.
 
Aus dem passwortgeschützten Datenblatt (erstmals im Mai 2007) erfuhr man näheres über die Familie, die Freunde, Schule und Hobbys des Kindes. Eine Aktualisierung sollte lt. Homepage (sh. "Fragen zu Kinderpatenschaften") alle 6 Monate (bzw. jedes Jahr) erfolgen, dies wurde aber nicht so gehandhabt und ist in dieser Häufigkeit für alle Projekte und Kinder wahrscheinlich zu zeitaufwändig. Im Mai 2009 erfolgte die erste Aktualisierung des Datenblattes (im Jahr 2008 erfolgte dies leider nicht). Zu sehen waren diesmal Fotos des Patenkindes und seiner Familie, die Geburtsurkunde (mit Übersetzung) sowie ein Schulzeugnis. Und man erfuhr wieder verschiedene Dinge über sein Patenkind. Das Datenblatt war wirklich sehr gelungen. Ab ca. 2010 erhielt ich das Datenblatt auf Anfrage bei der DHS. Es ist wirklich toll und informativ gemacht und die Mitarbeiter haben sich sehr viel Mühe damit gegeben!


Im Herbst 2010 wurde die Homepage der DHS neu gestaltet und der interne Bereich ist nun weggefallen (so wurde es im Vorfeld auch schon auf der alten HP angekündigt). Das ist wirklich sehr schade. In 2014 wurde die Homepage abermals umgestaltet. Nach Aussagen der DHS sollte es im nächsten Jahr wieder einen internen Bereich mit Fotos geben. Bis Juni 2016 ist leider weiterhin in dieser Hinsicht nichts passiert. Sehr schade!

 
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